Jean Löring Sportpark – Köln – Eine Leitidee für Fortuna Köln

2015 | Köln NRW | Neuordnung Städtebau

Beratung und Planung zur Neuordnung des Sportparks

Sporthalle | Stadion | Clubheim | Trainingsflächen

Bestandssituation „Jean-Löring“-Sportpark

Der Sportpark umfasst das Südstadion, die Sporthalle mit Nebenräumen, das Fortuna Köln Clubheim, ein Kleinfeld und drei Großfelder. Zudem gibt es zwei Parkflächen für Besucher/Gäste. Die kleinere Parkfläche dient als VIP- und Organisationsparkplatz (Einsatzkräfte) während der 3. Ligaspiele. Die große Parkplatzfläche dient als Parkplatz für Gäste und Heim-Zuschauer. Die Sporthalle umfasst neben den Umkleiden und Funktionsräumen für den Hallenbetrieb auch die Umkleiden für den Außensport sowie Funktionsräume für die 1. Mannschaft von Fortuna Köln.

Sporthalle und Stadion sind nicht mehr zeitgemäß. Die Sporthalle weist einen erheblichen Sanierungsstau auf. Das Stadion ist mit seinen ca. 10.000 nicht überdachten Stehplätzen und der kleinen Tribüne nicht mehr vergleichbar mit modernen Stadien anderer 3. und 2. Ligisten. Daher haben sich die Verantwortlichen des Vereins und der Spielbetriebsgesellschaft gemeinsam mit einem Architekturbüro Gedanken zur Neuordnung des Sportparks Süd gemacht. Diese Überlegungen münden in den drei Bauphasen und sollen sowohl einen Beitrag in das Planverfahren „Parkstadt Süd“ als auch eine Anregung für die Stadtgesellschaft und die Politik sein.

PHASE 1

Der Sportausschuss und der Rat heben umgehend den Beschluss zur Sanierung der Sporthalle auf. Stattdessen wird ein Neubau „Am Vorgebirgstor“ konzipiert, geplant und erstellt. Durch den Neubau kann die bestehende Halle bis zur Fertigstellung genutzt werden. Der Neubau kann zudem nach neusten Energieleitlinien erstellt werden und z.B. durch die Nutzung des Regenwassers und des Grauwassers aus den Duschen zukünftig Trinkwasserressourcen für die Bewässerung der Rasenflächen sparen.

Zudem erstellt der S.C. Fortuna Köln aus eigenen Mitteln und durch die Förderung der Stadt Köln ein neues Jugendförderzentrum nördlich am bestehenden Clubheim. Zur Entlastung der drei bestehenden Trainingsflächen wird im Bereich des vorhandenen Rasenplatzes der Geländesprung Richtung Tennenplatz erweitert und aufgeschüttet. Dadurch kann durch lediglich 30 % Flächenverbrauch ein neuer und vollwertiger Trainingsplatz geschaffen werden. Der Tennenplatz wird ebenfalls Richtung Norden geschoben und zeitgleich in einen Kunstrasenplatz gewandelt.

PHASE 2

Nach Fertigstellung der neuen Sporthalle können die Flächen innerhalb des Geländes geräumt werden. Die bestehende alte Sporthalle und die Stehplatztribüne entlang der Geraden werden abgerissen. Dort entsteht eine neue Sitzplatztribüne mit angeschlossenem Funktionsgebäude. Dieses Gebäude beinhaltet einen Businessbereich für die VIP Gäste, Geschäftsräume des Vereins, die Umkleiden und Nebenräume für den Spieltagsbetrieb. Diese Tribüne ermöglicht es dem Verein weiter zu wachsen und innerhalb der 2. und 3. Liga adäquate Vermarktungsmöglichkeiten zu schaffen.

Vor dem Gebäude entstehen neue und größere Parkflächen für PKWs. Die Erschließung dieser Flächen soll dann vom Vorgebirgstor aus erfolgen. Der Schotterparkplatz/ Festplatz am Bahndamm wird in eine begrünte Fläche mit Scherrasen und Bäumen gewandelt. Diese Fläche steht dann als Parkplatz nur noch an Spieltagen mit großem Andrang zur Verfügung.
Die Erschließungsstraßen Vorgebirgsglacisweg und die Straße Richtung Tierheim werden ebenfalls nur noch an Spieltagen geöffnet. Die Haupterschließung erfolgt nur noch aus südlicher Richtung.

PHASE 3

Im Falle eines Aufstiegs in die 2. Bundesliga werden die Planungen zur Wandlung in ein reines Fußballstadion aufgenommen. Südlich und nördlich des Sportfeldes werden ebenfalls neue Tribünen erstellt. Die bestehende Sitzplatztribüne wird in einem letzten Schritt (Phase 4)
bei Bedarf als finaler Baustein abgebrochen und neu erstellt. Schlussendlich verfügt das Stadion dann je nach Planung über 15 – 20 TSD Plätze und wird den heutigen und künftigen Ansprüchen an eine Fußballarena für die 2. und 3. Liga gerecht.